DIE PRAXIS ENTSCHEIDET:
RENNSPORT-ERFAHRUNG SEIT 1982
1982 übernehmen Manfred und Günther Wegner das Zweiradhaus Hassiepen auf der Turmstraße in Monheim. Das Geschäft ist nicht größer als der heutige Pausenraum. Die Marke Yamaha ist von Anfang an dabei, BMW folgt. Nach und nach machen sich die Wegners einen guten Ruf unter den Motorradfahrern. Das Einzugsgebiet wächst.
Rennen auf einer XJ900? Warum nicht!
Die Yamaha RD 500 ist zu diesem Zeitpunkt das, was heute eine R1 ist. Und die XJ 900F ist ein Synonym für überschaubare Technik - langweilig schön. Fahrwerk und Motor sind für beschauliche Touren gedacht. Wer denkt schon daran, Rennen damit zu fahren? Die Wegners! 1983 nehmen die Fahrer Willi Rösnick und Hans-Peter Reichel an einem achtstündigen WM-Rennen auf der Nordschleife teil, kommen ins Ziel und machten Punkte.
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Die Yamaha RD 500 war die erste Rennmaschine des Teams von Motorrad Wegner. |
1986 werden die Räume in der Innenstadt zu klein. Wegner zieht an den Stadtrand von Monheim auf die grüne Wiese. Im gleichen Jahr wird Motorrad Wegner Suzuki Vertragshändler – die Marke Suzuki mit allen ihren Motorrädern wie der GSX-R 750 oder VS 1400 Intruder runden das Angebot ab.
Im gleichen Jahr wird ein Meilenstein in der Yamaha-Geschichte auf dem deutschen Markt angeboten – die FZ 750 Genesis. Was für ein Motorrad! 750 ccm, unglaubliche 100 PS, 5-Ventil-Technik. Auch dieses Motorrad halten die Wegners für rennsportgeeignet. Innerhalb kürzester Zeit wirde ein Superbike auf die Räder gestellt. Aus Zeitgründen kann nicht an allen WM-Rennen teilgenommen werden, aber wenn, dann mit Erfolg. Beim Acht-Stunden WM-Lauf in Jerez 1986 belegt das Team den achten Platz. Die Gegner sind allesamt hochkarätige WM-Teams aus Frankreich und Belgien.
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Die XJ 900F im Renneinsatz? Klar, sagten die Wegners und schickten Willi Rösnick und Hans-Peter Reichel auf die Strecke. |
Dreimal Deutscher Meister
1989 wird eine Yamaha-Vertretung in Solingen eröffnet. Auch dort ist der Rennsportvirus nicht zu unterdrücken. 1989 stellt Yamaha den nächsten Knaller vor: Die FZR 750 RR zu einem Preis von 32.000 DM.
Die Kombination Manfred Wegner und Bernd Caspers aus Velbert führt zu drei Deutschen Meisterschaften in der Serienklasse 1989/90/91. In der Folgezeit wird in der Deutschen Superbikeklasse angegriffen. Erst mit Bernd Caspers, später mit dem Ur-Bayern Herbert Kaufmann. In dieser Klasse tummelen sich mit sehr großem Aufwand fast alle Werkteams (Yamaha mit Udo Mark, Kawasaki mit Andreas Hoffmann, Ducati mit Edwin Waibel). Als eines der besten Privatteams landet das Wegner-Team am Ende der Saison regelmäßig zwischen dem achten und zwölften Platz.
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Herbert Kaufmmann gewann auf der Yamaha FZR 600 R den Yamaha Cup. |
In der Folgezeit werden mehrere Fahrer im Yamaha-Cup unterstützt. Dieses Know-how wird 1994 in der stark umkämpften 600er-Supersportklasse mit Herbert Kaufmann und der neu vorgestellten FZR 600 R eingesetzt. Kaufmann gewinnt.
Das Geschäft wird weiter ausgebaut, sodass Wegner sich aus Zeitgründen aus dem aktiven Rennsport zurückzieht.Es wird aber noch technische Unterstützung geleistet - zum Beispiel für den Fahrer Thomas Kuttruf aus Wuppertal, der Deutscher Meister auf einer Yamaha FZR 400 RR in der 500 ccm 4-Takt-Klasse wird.



